Bruder- Konrad - Kapelle
1946 wurde in Niedereschach zu Ehren des Heiligen Bruder
Konrad mitten im Wald eine Kapelle gebaut: die Bruder- Konrad - Kapelle. Für
religiös interessierte Gruppen ist diese herrliche Waldkapelle als
"Geheimtipp" längst ein lohnendes Ausflugsziel.
Vielen Menschen in Niedereschach ist diese Waldkapelle wichtig und nachdem in
den zurückliegenden Jahren der Zahn der Zeit und auch der Orkan "Lothar" und
ein dabei auf die Kapelle gefallender Baum ,kräftig an der
Kapelle Spuren hinterlassen haben, hat sich in Niedereschach
eine große Gruppe von Frauen und Männern formiert, die auf eigene Rechnung
und ehrenamtlich die Kapelle wieder in einen schmucken Zustand versetzt hat.
Vor allem rüstige Rentner, die in der Kapelle gerne auch einmal einen
Rosenkranz beten und sich hierzu immer dort treffen, gehören dieser
vorbildlichen Bürgeraktion an, aber auch einige junge Handwerker, die im
eigenen Betrieb stark eingespannt sind, nehmen sich die Zeit und unterstützen
die Aktivitäten, ebenso der Bauhof der Gemeinde Niedereschach. Die
Katholische Kirchengemeinde Niedereschach, die derzeit Geld für die
Renovierung der St. Mauritius Kirche sammelt, hätte derzeit keine
Möglichkeiten gehabt, die Bruder- Konrad - Kapelle zu renovieren. Das ist nun
auch nicht mehr nötig, denn das haben die erwähnten Frauen, Männer nun getan
und dabei der Kirchengemeinde wohl Geld in der Größenordnung von rund 40 000
Euro gespart. Hätte man die durchgeführten Maßnahmen ausgeschrieben und von
Handwerkern durchführen lassen, wäre die Summe sogar noch höher ausgefallen.
Alle an dieser gelungenen Bürgeraktion beteiligten Menschen, haben auf ihre
Weise zum erfolg beigetragen und sie alle legen Wert darauf, dass keine
hervorgehoben wird, denn schließlich hat jeder auf seine Weise dazu
beigetragen, dass das Werk gelingen konnte.
Seien es nun Zimmermeister Alwin Rist, oder der Tiefbauunternehmer Ingo
Müller, die Firma Jäckle und Flaig die gespendet hat, der Restaurations- und
Malerbetrieb Gerhard Feyer, die Plattenlegerfirma Lindinger, die Gebrüder
Schaumann, die Metzgerei Braun, das Tennisstüble Angela Glatz, Manuela
Fauler, Melanie Rieble oder Helga Glatz, die bei der Verpflegung geholfen
haben, der Bauhof der Gemeinde der das Notstromaggregat zur Verfügung stellte
und Helmut Gürth vom Pflanzenhof der Blumen beisteuerte.
Und kräftig Hand angelegt haben bei dem rundherum gelungenen Werk Katholiken,
Evangelische, deutsche und ausländische Menschen, die eines verbindet: der
Glauben an Gott und die Einsicht, dass die Bruder-Konrad-Kapelle erhalten und
renoviert werden musste. Dies waren neben den bereits genannten Namen Karl
Zehnder, Wolfgang Rieble, Max Fauler, Siegmund Glatz, Anton Bonan, Heinz
Glatz, Walter Frieß, Urban Frieß, Michael Bucher, Dietmar Junghanns, Josef
Sesar, Hansi Lindinger, Adolf Lindinger, Hermann Schütz und Reiner Schütz.
Und Alfons Heimburger wird ebenfalls noch in das Geschehen eingreifen und
zwei Bilder der Bildstöcke vor der Kapelle herrichten.
Es ist fast schon unglaublich für die heutige Zeit, wie sich aus einer Idee
von Karl Zehnder, der beim Beten eines Rosenkranzes zusammen mit seiner
Mutter und seiner bereits verstorbenen Tante, die Idee gehabt hat, dass etwas
für die Bruder-Konrad-Kapelle getan werden müsse.
Und alle, die er ansprach, sagten spontan zu, jeder hatte eine Idee, jeder
wollte sich einbringen und was nur heraus gekommen ist, gleicht einer
bürgerschaftlichen Meisterleistung.
Unter anderem wurde rund um die Kapelle alles gepflastert und drainiert,
innen wurde die Kapelle vollkommen renoviert, wobei Restaurator Gerhard Feyer
aus Fischbach die einst von Pater Tutilo aus Beuron gemalten Wand- und
Deckenbilder fachmännisch restauriert hat und dies alles überdies für die
Nachwelt dokumentiert hat. Der Vorplatz der Kapelle wurde hergerichtet, die
Treppe erneuert, an den Bildstöcken vor der Kapelle wurde alte Platten
zugeschliffen und eingebaut, des wurde gepflanzt, gepflastert und gestrichen
und was noch toller ist: durch Spenden wurden die Materialien finanziert, so
dass bis auf einen kleinen Restbetrag, den Karl Zehnder auch noch aufbringen
möchte, alles bereits bezahlt ist, ohne dass es die Katholische
Kirchengemeinde Niedereschach auch nur einen Pfennig gekostet hat und ohne
dass sich Pfarrgemeinderat oder Pfarrer Peter Konetschny um die Sache
kümmern mussten.
Geplant ist nun noch, die Bänke und Teppiche in der Kapelle zu erneuern und
auch ein großer Gedenkstein mit einem Bildnis von Pfarrer Heinrich Krieg ,
der 1946 beim Bau der Kapelle Pfarrer in Niedereschach war, ist noch
vorgesehen.
Und dass die Bruder - Konrad - Kapelle wie bisher immer gepflegt und
geschmückt ist, dafür sorgen wie schon in den Jahrzehnten die Familien Rist
und Rieble. So kümmert sich auch künftig die Mutter von Zimmermeister und
Gemeinderat Alwin Rist, Elfriede Rist um den Blumenschmuck im Innern der
Kapelle und Melanie Rieble und Sohne Wolfgang Rieble kümmern sich um die
Außenanlage und sind dabei auch froh, wenn weitere helfende Hände mit Hand
anlegen.
Nachdem die Bruder - Konrad - Kapelle wieder in hellem Glanz erstrahlt, hofft
Karl Zehnder nun, dass verstärkt auch wieder religiös geprägte Gruppen die
idyllisch gelegene Waldkapelle im schmucken Eschachtal besuchen werden.
Kräftig und unentgeltlich Hand angelegt haben bei der grundlegenden Innen -
und Außenrenovierung der Bruder-Konrad-Kapelle viele Menschen, die damit
gezeigt haben, was alles machbar ist, wenn man nur etwas wirklich will.